Leitbild


- Die Kinder werden bedürfnisorientiert und individuell begleitet. 


 

- Die Kinder sammeln eigene, echte und wertvolle Erfahrungen beim Experimentieren und dem kreativen Sein.



- Die Kinder können sich in der Natur entfalten und die vier Jahreszeiten kennenlernen.


 

- Die Kinder lernen einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit ihren Mitmenschen und der Natur.

 



KONZEPT

Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist die Kindheit heute ein eigener, anerkannter und wichtiger Lebensabschnitt, in dem den Kindern Raum zum Spielen, Lernen und Entdecken eingeräumt wird.

In der heutigen Zeit haben viele Kinder aus diversen Gründen nicht mehr die Möglichkeit, sich frei und unbeschwert in der Natur zu bewegen. Dadurch wird es ihnen versagt, mit der Natur in Beziehung zu treten und deren Besonderheiten hautnah erleben zu können. Die Entwicklung wichtiger Sinne (Sehen, Tasten, Hören, Riechen, Fühlen, Gleichgewicht und Orientierung) werden infolgedessen nicht optimal ausgebildet. Auch die Phantasie und die Kreativität lassen sich in den gewohnten vier Wänden nur beschränkt ausleben und entwickeln.

Um diesen negativen Trends entgegenzuwirken, zielt die Waldspielgruppe auf eben die obgenannten Punkte ab: In der Waldspielgruppe lernt das Kind die Schönheit und die Vielseitigkeit der Natur kennen und schätzen, indem es seine Beziehung zu ihr erweitert und vertieft. Frei gestaltbare Naturmaterialien regen Kreativität und Phantasie der Kinder zum Spielen an. Der Bewegungsfreiheit sind keine Grenzen gesetzt – es bleibt Raum und Zeit zum Spielen, Herumtoben, Experimentieren sowie um eigene Erfahrungen zu sammeln. Des Weiteren werden den Kindern die Grundlagen für ein umweltbewusstes Handeln und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt geboten.

Die Waldspielgruppe verfolgt die folgenden Schwerpunkte in der Betreuung:

Bewegung: Die Bewegung ist für jedes Kind sehr wichtig. Der Aufenthalt im Wald bietet verschiedene Herausforderungen, ändern sich die äusserlichen Gegebenheiten doch ständig. Wald bietet somit ein optimales Lernfeld, um die Grobmotorik, die Koordination sowie den gesamten Bewegungsablauf des Kindes zu schulen und auszubilden. Das Ausleben sämtlicher Sinne ermöglicht es dem Kinde auch, seine Feinmotorik zu verbessern.

Kreativität: Die Kreativität und Phantasie der Kinder wird im Wald auf natürliche Art und Weise angeregt. Es gibt keine vorgegebenen Spielmaterialien. Das Material, welches die Kinder finden, lässt sich bewegen, verformen und verbauen. Dem Entdecker- und Erfindergeist sind in der Natur kaum Grenzen gesetzt. Das Arbeiten mit diversen Naturmaterialien bietet immer wieder neue Möglichkeiten. Der Wald weckt die Lust beim Kind zum Experimentieren, Arbeiten, Verändern und Sammeln von eigenen, wertvollen Erfahrungen.

Sozialkompetenz: Das Teilhaben am Gruppenleben im natürlichen Umfeld fördert die Sozialkompetenzen eines Kindes in erhöhtem Masse. Der Alltag in der Natur erfordert das Ergreifen von Hilfestellungen, die Übernahme von Verantwortung und die Fähigkeit sich Durchzusetzen. Das Fehlen von vorgegebenen, starren Spielmaterialien bzw. –formen regt die Kommunikation sowie das Knüpfen von Beziehungen zwischen den Teilnehmern an. Die Kinder erleben den Alltag unter teilweise erschwerten Bedingungen und erlangen dadurch ein gesundes Körpergefühl, Selbstvertrauen und unabdingbare Werte für das Zusammenleben in der Gemeinschaft.

Gesundheit: Durch den regelmässigen Aufenthalt im Freien wird das Immunsystem der Kinder gestärkt. Erwiesenermassen sind Kinder, die sich viel in der Natur aufhalten, weniger krank sowie physisch und psychisch ausgeglichener und belastbarer als jene Kinder, die sich grösstenteils in geheizten Räumen aufhalten. Ein Waldbesuch unterstützt somit die Gesundheit des Kindes.

Natur: Der Wald ist Inbegriff der Natur. Sämtliche Erlebnisse, sämtliche Erfahrungen sowie die zur Verfügung gestellten Spielmaterialien sind echt. Den Kindern wird ermöglicht, eigene Erfahrungen mit den vier Jahreszeiten, sämtlichen Witterungsbedingungen und den Naturelementen zu machen.